Einfach mal laufen lassen – Die Begegnung von Gelassenheit und Zufall

Einfach mal laufen lassen – Die Begegnung von Gelassenheit und Zufall

Die Spielzeug-Tauschbörse war ganz wunderbar. Begegnung war die Devise der ganzen Sache und das Tauschgeschäft sollte den Anlass bieten. Herrlich war es, wie die kleinen Menschen ins Gespräch und ins Spielen kamen. Alte wohlvertraute Dinge wurden vorgeführt und neue ausprobiert. Und ehe man sich versah, führten die neuen Begegnungen zu Spielpartnerschaften. Bekannte und unbekannte Besucher kamen miteinander ins Gespräch. So habe ich mir diesen Ort gewünscht. Ein Treffpunkt, ein Ort des Kennenlernens, des Laufenlassens und des Überwindens von Vorurteilen und des Zutrauens Neuem zu begegnen.

Mein neuer Kumpel „Gelassenheit“

So könnte ich auch meine Erfahrungen mit dem Gärtnern zusammenfassen. Ich habe hier vor allem Geduld gelernt, die Dinge so anzunehmen wie sie sind und ihnen ihren Lauf zu lassen. So einfach könnte das Leben sein, wenn wir nicht immerzu gegen unseren inneren Takt anlaufen würden. Anzuerkennen, das man so Vieles und vor allem so Viele nicht ändern kann, aber eben den eigenen Umgang damit. Und wieder hilft mein neuer Kumpel „Gelassenheit“ ungemein. Wir kennen uns noch nicht so lange, aber mögen uns schon sehr. Er wurde mir schon so oft von Menschen vorgestellt, die bereits mit ihm befreundet waren, doch ich bin ihm voller Vorurteile begegnet und hatte immer vergessen, ihn auch mal zu mir einzuladen. Ich war ihm wohl sympathisch, denn er blieb an mir dran und hatte schon andere Familienmitglieder überzeugt. Heimlich, still und leise hat er sich in mein Herz geschlichen und gleich noch im Stromergarten breit gemacht. Hat man mal nicht aufgepasst und schwupp, macht das Leben was es will.

Mein alter Freund „Zufall“

Mit dieser noch neuen Freundschaft öffneten sich Gartentore für neue Begegnungen. Irgendwie fügt sich alles. Die Idee mit dem Stromergarten gedieh ganz in Ruhe durch das Beobachten der eigenen Bedürfnisse in unserer Familie und den Gegebenheiten um uns. Man muss wohl einfach nur mal ruhig sein, sich zuhören und vertrauen. Ich habe den Eindruck, dann passieren die Dinge, die zusammenpassen von ganz allein. Mein alter Freund „Zufall“, auf den ich immer so schön alles abwälzen kann, ist enttarnt. Sein wahrer Name ist „Fügung“. Und schon muss ich mich fragen, warum die Dinge so und nicht anders passieren. Verdammt, ich habe aber auch immer etwas damit zu tun.

Mein Überraschungsgast „Fügung“

So war es auch wieder bei der Spielzeug-Tauschbörse. Plötzlich traten zwei, nein es waren ja schon vier Menschen von einer siebenköpfigen Familie in unseren Garten und somit in unser Leben. Aller Voraussicht nach, werden wir bald Nachbarn. Die vier sind mir schon zwei Mal beim Spazierengehen um Taubach aufgefallen. Wohl, weil sich meinerseits einfach eine Sympathie bemerkbar machte und weil mir auffiel, wie liebevoll und entspannt sie mit ihren kleinen Zwillingen umgehen. Eher zufällig hatte es sie in den Stromergarten verschlagen, weil jemand uns suchte und sie danach fragte. Wir kamen direkt ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass wir ähnliche Ideen und Wünsche von einem guten Leben haben. Wie großartig, wenn diese Familie nach Taubach ziehen würde. Habe ich doch schon oft darüber nachgedacht, dass es für unseren Sohn und unsere Tochter an anderen Ansprechpartnern und spontanen Begegnungsmöglichkeiten etwas mangelt. Ehrlich interessierte und offene Menschen. Da war der Überraschungsgast „Fügung“. Ähnlich war es auch vor einigen Wochen als eine kleine Familie hier einfach mal Sonntagvormittag klingelte. Ich war nicht da, doch Markus ließ die Neugierigen herein, kochte Kaffee und hatte ein ganz großartiges Gespräch. Er war so begeistert von dieser Begegnung. Und letzten Sonntag machte wieder eine tolle Familie hier spontan Halt.

Meine Vorfreude auf  neue Begegnungen

Diese überraschenden Begegnungen sind so bereichernd und wunderbar. Wir lieben das! Und auch zur Spielzeug-Tauschbörse waren wieder ganz wunderbare Leute im Garten – Wiederkommer und Neulinge. Viele haben von unserer Bitte gelesen und Geschirr mitgebracht. Wenn ich es beim Kochen oder Backen nicht vergeige, sind somit die kommenden Veranstaltungen im Stromergarten versorgungstechnisch abgesichert. Es fügt sich alles. Vielen Dank Ihr lieben Aussortierer, Anschlepper, Auspacker und Unterstützer! Ich haben jeden Morgen auf meinem Rundgang durch den Garten eine neue Begegnung mit einem Kaffeepott. Ich berichte auf facebook.



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